Bundesfreiwilligendienst

... in Einrichtungen der Stadt Neumünster

Die Stadt Neumünster bietet insgesamt vier Pl?tze für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Kindertagesst?tte Hauke-Haien und der Fr?belschule an. 

Der BFD bietet die M?glichkeit,

  • soziale Arbeitsfelder kennenzulernen und sich zu engagieren,
  • eigene F?higkeiten auszuprobieren,
  • Klarheit über einen angestrebten Berufswunsch zu erlangen,
  • die Wartezeit bis zur Ausbildung oder zum Studium sinnvoll zu nutzen.

Aktuelle Ausschreibungen

Im Moment werden keine Bewerbungen entgegen genommen.

Interesse?

Ansprechpartnerin für den Bundesfreiwilligendienst ausschlie?lich für die oben genannten Einrichtungen der Stadt Neumünster ist:

Manuela Merz
Zentrale Verwaltung und Personal
Abteilung Personal
Gro?flecken 59
24534 Neumünster
(Neues Rathaus, 3. Etage, Südflügel, Zimmer 3.09)
Telefon 04321 942 2442
E-Mail

Bei Fragen steht das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in K?ln (www.bafza.de), Telefon 0221 36730, gerne zur Verfügung.

Adressen weiterer Tr?ger finden Sie auf www.bundesfreiwilligendienst.de.

Rechtsgrundlage

A wie ?ltere
Von Frauen und M?nnern ab 27 Jahren kann der Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit von mehr als 20 Stunden pro Woche geleistet werden. Sie nehmen an den Seminaren nur in angemessenem Umfang teil.
A wie ALG 2
ALG 2 – Empf?ngerinnen und Empf?nger k?nnen grunds?tzlich am BFD und FSJ/F?J teilnehmen, da der Bezug der Grundsicherung für Arbeitsuchende – das sogenannte Arbeitslosengeld 2 – die Teilnahme nicht ausschlie?t. Im Falle des Bezuges von Arbeitslosengeld 2 ist das Taschengeld nach § 11 Abs. 1 SGB 2 grunds?tzlich als Einkommen zu betrachten und anzurechnen. Von der Anrechnung aus-genommen sind sowohl beim BFD als auch bei FSJ/F?J grunds?tzlich ein Betrag in H?he von insgesamt 175 Euro (§ 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld 2/Sozialgeld-Voederung) Die Teilnahme an einem BFD oder FSJ/F?J ist als wichtiger pers?nlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Abs. 1 Nummer 5 SGB 2) Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld 2 sind in der Zeit der Teilnahme an diesen Freiwilligendiensten nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.
A wie Altersgrenze
Am Bundesfreiwilligendienst k?nnen Frauen und M?nner unabh?ngig von ihrem Schulabschluss teilnehmen, sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.
A wie Anlaufstellen
Auf der Homepage des Bundesamtes gibt es eine Platzb?rse (www.bundesfreiwilligendienst.de). Weitere Einsatzstellen k?nnen auch unter www.freiwilligendienst.de abgerufen werden. Interessierte k?nnen aber auch selbst Einsatzstellen oder Tr?ger ansprechen.
A wie Arbeitskleidung
Die Stadt Neumünster bietet den Bundesfreiwilligendienst in einer Kindertagesst?tte sowie in einer Schule an, so dass spezielle Arbeitskleidung nicht erforderlich ist.
A wie Arbeitslosengeld
Wer zw?lf Monate einen Bundesfreiwilligendienst leistet hat einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. W?hrend des Bundesfreiwilligendienstes zahlt die Einsatzstelle mit den Sozialabgaben auch in die Arbeitslosenversicherung ein. Für Bezieher von Arbeitslosengeld 2 (s. unten).
A wie Arbeitsschutz
Obwohl das Verh?ltnis zwischen den Freiwilligen und der Stadt Neumünster kein Arbeitsverh?ltnis ist, wird der freiwillige Dienst hinsichtlich der ?ffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften weitgehend einem Arbeitsverh?ltnis gleichgestellt. Entsprechend gelten die einschl?gigen Arbeitsschutzbestimmungen wie z.B. das Ar-beitsschutzgesetz, die Arbeitsst?ttenverordnung , das Jugendarbeitsschutzgesetz, das Mutterschutzgesetz und das Schwerbehindertengesetz.
A wie ausl?ndische Freiwillige
Selbstverst?ndlich k?nnen auch Ausl?nder/-innen am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie über einen Aufenthaltstitel verfügen, der sie zur Erwerbst?tigkeit berechtigt.
B wie Bewerbung
Interessiert? Dann richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.03. eines Jahres mit Lebenslauf an die
Stadt Neumünster
Zentrale Verwaltung und Personal
Abt. Personal
Gro?flecken 59
24534 Neumünster
D wie Dauer
Der Bundesfreiwilligendienst wird in der Regel bis zur Dauer von zw?lf zusammenh?ngenden Monaten geleistet. Die Mindestdauer der Verpflichtung betr?gt sechs Monate. Die Einstellung erfolgt in der Regel zum 01.08. eines Jahres (abh?ngig von den Schulferien bzw. den Schlie?zeiten der Einrichtungen). Der BFD endet dann am 31.07. des Folgejahres.
E wie Einsatzfelder
Die Stadt Neumünster bietet insgesamt vier Pl?tze für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Hauke-Haien-Kindergarten und der Fr?belschule an.
E wie Einsatzzeiten
Diese richten sich nach den Arbeitszeiten in den Kindertagesst?tten bzw. der Schule. Sie betr?gt z.Zt. 39 Stunden w?chentlich. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren gelten die Jugendarbeitsschutzbestimmungen (z.B. keine Nachtarbeit). Die Seminarzeiten gelten als Arbeitszeit. Sofern die Freiwilligen ?lter als 27 Jahre sind, ist auch Teilzeit von mehr als 20 Wochenstunden m?glich.
F wie Fahrtkosten
Im ?ffentlichen Personennahverkehr erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BFD in der Regel dieselben Erm??igungen wie Schüler, Studenten und Auszubil-dende. Die Stadt Neumünster zahlt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern monatlich eine Fahrkostenpauschale in H?he von 50,00 €.
G wie Gesetz
Gesetzliche Grundlage für den Bundesfreiwilligendienst ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz.
K wie Kindergeld
Eltern, deren Kinder das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und einen Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ/F?J ableisten, k?nnen Kindergeld bzw. steuerliche Freibetr?ge für Kinder erhalten.
K wie Kostenerstattung
Die Tr?ger, bei denen die Jugendlichen den BFD ableisten, dürfen nur Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und ein angemessenes Taschengeld zur Verfügung stellen. Die Stadt Neumünster zahlt monatlich das vorgesehene Taschengeld, ein Verpflegungsgeld, erforderliche Fahrtkosten bis zur H?he ?ffentlicher Verkehrsmittel (Schülermonatskarte) und übernimmt die vollen Sozialversicherungsbeitr?ge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Diese Leistungen werden auch w?hrend der Seminare, des zustehenden Urlaubs und eventueller Schlie?zeiten bzw. Ferienzeiten der Einsatzstelle sowie im Krankheitsfalle für die Dauer von sechs Wochen, aber nicht über die Beendigung des Einsatzzeitraumes hinaus gezahlt.
K wie Krankenversicherung
Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst werden für die Dauer des Freiwilligendienstes grunds?tzlich als eigenst?ndiges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Die Beitr?ge werden von der Einsatzstelle übernommen und an die Krankenkasse abgeführt. Eine gegebenenfalls vorher bestehende Familienversicherung ruht für die Zeit des Freiwilligendienstes und kann - zum Beispiel bei Aufnahme
einer Berufsausbildung, weiterem Schulbesuch oder der Aufnahme eines Studiums - wieder aufleben. Gleiches gilt im übrigen auch bei beihilfef?higen Kindern von Beamten. Inwieweit die private Krankenversicherung für die Zeit des Freiwilligendienstes "ruhend" gestellt werden kann, muss mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung vor dem Bundesfreiwilligendienst gekl?rt werden.
K wie Krankheitsfall
Im Krankheitsfall werden in der Regel bis zur Dauer von sechs Wochen Taschengeld und Sachleistungen weitergezahlt.
K wie Kündigung
Freiwillige verpflichten sich für die vertraglich festgelegte Dauer ihres Dienstes. Der Vertrag kann aus einem wichtigen Grund, zum Beispiel bei Erhalt eines Studienoder Ausbildungsplatzes, gekündigt werden. Die konkreten Modalit?ten sind vertraglich festgelegt. Kündigungen müssen über die Einsatzstelle schriftlich erfolgen; diese leitet die Kündigung dann an das Bundesamt weiter.
N wie Nebent?tigkeit
Nebent?tigkeiten müssen genehmigt werden.
P wie p?dagogische Betreuung
Die p?dagogische Begleitung umfasst die fachliche Anleitung und die Seminararbeit (siehe S wie Seminar). Die p?dagogische Begleitung hat vor allem das Ziel, die Freiwilligen auf ihren Einsatz in einem neuen Erfahrungsraum vorzubereiten, ihnen zu helfen, Eindrücke auszutauschen und Erfahrungen aufzuarbeiten. Darüber hinaus sollen durch die p?dagogische Begleitung soziale und interkulturelle Erfahrungen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gest?rkt werden.
P wie Pflegeversicherung
Die Freiwilligen werden grunds?tzlich in der sozialen Pflegeversicherung pflichtversichert (§ 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB XI).
R wie Rentenversicherung
Die Freiwilligen unterliegen grunds?tzlich der Versicherungs- sowie Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung und erwerben dadurch Rentenanwartschaften. Dies gilt gleicherma?en für "junge" Freiwillige, für Seniorinnen und Senioren, die noch keine Altersrente beziehen, ebenso wie für Altersteilrentenbezieher (Altersrente in H?he von einem Drittel, der H?lfte oder zwei Dritteln der Vollrente) und Erwerbsminderungsrentner. Keine Beitragspflicht entsteht, weil dann Versicherungsfreiheit vorliegt, wenn die Freiwilligen eine Altersvollrente - unabh?ngig ob vor oder nach Erreichen der Regelaltersgrenze - beziehen. Beitr?ge der Arbeitslosenversicherung müssen grunds?tzlich für alle Freiwilligen abgeführt werden, die das ma?gebende Lebensalter für eine Regelaltersrente noch nicht vollendet haben. Bei Freiwilligen, die das Lebensalter für eine Regelaltersrente bereits vollendet haben, hat die Einsatzstelle ihren "Arbeitgeberanteil" abzuführen.
S wie Seminar
W?hrend des Bundesfreiwilligendienstes finden Seminare am Bildungszentrum Kiel statt, für die Teilnahmepflicht besteht und die als Dienstzeit gelten. Die Gesamtdauer der Seminare betr?gt bei einer zw?lfmonatigen Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst mindestens 25 Tage. Freiwillige, die ?lter als 27 Jahre sind, nehmen in angemessenem Umfang an den Seminaren teil.
S wie Sozialversicherungsbeitr?ge
Teilnehmer/-innen am Bundesfreiwilligendienst werden nach dem Bundesfreiwilli-gendienstgesetz so behandelt wie Besch?ftigte oder Auszubildende, d.h. sie sind w?hrend ihrer freiwilligen Dienstzeit Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die gesamten Beitr?ge, also so-wohl der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmeranteil, werden von der Einsatzstelle gezahlt.
S wie Studium
Universit?ten und Hochschulen k?nnen u.U. Bewerber/innen bei der Aufnahme ent-sprechender Studieng?nge die BFD-Dienstzeit als Praktikum anrechnen. Ob und in welchem Umfang eine Anerkennung m?glich ist, richtet sich nach den einzelnen Bestimmungen der Ausbildungs- bzw. Studieng?nge und ist bei der jeweiligen Hochschule zu erfragen.
T wie Taschengeld
Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement ein unentgeltlicher Dienst. Das Taschengeld, das die Freiwilligen für ihren Dienst erhalten k?nnen, soll ?ange-messen“ sein. Für das Taschengeld, das die Freiwilligen für ihren Dienst erhalten, gilt derzeit die H?chstgrenze von 390,00 Euro monatlich (6 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung). Die Stadt Neumünster zahlt ein Taschengeld in H?he von 175,00  Euro.
U wie Urlaub
Der Erholungsurlaub richtet sich nach § 3ff. Bundesurlaubsgesetz. Für Jugendliche unter 18 Jahren sind die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes entsprechend anzuwenden.
V wie Vereinbarung
Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Fragen und die Freiwillige oder der Freiwillige schlie?en vor Beginn des freiwilligen Dienstes auf gemeinsamen Vorschlag der oder des Freiwilligen und der Einsatzstelle eine schriftliche Vereinbarung ab.
V wie Verpflegung
Die Stadt Neumünster zahlt zus?tzlich ein Verpflegungsgeld in H?he von derzeit 75,00 Euro monatlich für die Mittagsverpflegung.
W wie Waisenrente
Für die Dauer der Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst besteht grunds?tzlich ein Anspruch auf Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente), soweit die Voraussetzun-gen nach § 48 SGB VI vorliegen.
W wie Wohngeld
Die Beantragung von Wohngeld ist für Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst prin-zipiell m?glich. Die Zahlung von Wohngeld h?ngt unter anderem von der Mieth?he und dem verfügbaren Einkommen ab. Ein Antrag kommt dann in Betracht, wenn für die Aufnahme des Freiwilligendienstes ein Umzug an den Ort der Einsatzstelle notwendig ist, ohne dass die Einsatzstelle Unterkunft gew?hren kann. Zust?ndig ist die Wohngeldbeh?rde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung am neu-en Wohnort. Aus dem Antrag muss hervorgehen, dass die neue Wohnung der Le-bensmittelpunkt der Antragstellerin beziehungsweise des Antragstellers ist. Ob die Voraussetzungen für einen Wohngeldanspruch bestehen, sollte rechtzeitig vor An-tritt des Bundesfreiwilligendienstes mit der Wohngeldbeh?rde gekl?rt werden.
Z wie Zeugnis
Bei Beendigung des freiwilligen Dienstes erhalten die Freiwillige oder der Freiwillige ein schriftliches Zeugnis über Art und Dauer des freiwilligen Dienstes. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistungen und die Führung w?hrend der Dienstzeit zu er-strecken. In das Zeugnis sind berufsqualifizierende Merkmale des Bundesfreiwilligendienstes aufzunehmen.
Z wie Zuverdienstgrenzen bei Frührentnern und bei Erwerbsminderung
Bei Bezug einer Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind bestimmte Hinzuverdienstgrenzen zu beachten. Wer eine Rente vor Erreichen der Regelalters-grenze als Vollrente in Anspruch nehmen m?chte, darf nur einen Hinzuverdienst erzielen, der einen Betrag in H?he von 400 Euro monatlich nicht übersteigt. Wird die Hinzuverdienstgrenze überschritten, führt dies nicht automatisch zum Wegfall der Rente, sondern ggf. zur Zahlung einer niedrigeren Teilrente wegen Alters, die einen h?he-ren Hinzuverdienst erlaubt. Als Hinzuverdienst gelten u. a. alle Einnahmen aus einer Besch?ftigung, unabh?ngig davon, in welcher Form sie geleistet werden. Somit sind das aus dem Bundesfreiwilligendienst erzielte Taschengeld sowie unentgeltliche Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung mit dem jeweiligem Sachbezugswert der Sozialversicherungsentgeltverordnung als Hinzuverdienst zu Berücksichtigungen. Die Ableistung eines Freiwilligendienstes kann daher bei überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen zur Kürzung bin hin zum Wegfall des Rentenanspruchs führen. Bei Renten wegen verminderter Erwerbsf?higkeit gelten nochmals differenzier-tere Regelungen. Zur Kl?rung sollten sich daher interessierte Freiwillige mit ihrem Rentenversicherungstr?ger in Verbindung setzen. Nach Angaben des BMAS wird bei Aufnahme einer Besch?ftigung durch den Rentenversicherungstr?ger stets geprüft, ob eine Erwerbsminderung noch vorliegt und damit ein Rentenanspruch weiterhin besteht.