Radverkehrskonzept

Die Stadt Neumünster beabsichtigt eine intensive F?rderung des Radverkehres innerhalb des Stadtgebiets. Es soll dabei die Identit?t als ?Fahrradstadt“ erreicht werden. Aufgrund der ebenen Topographie sowie der innerst?dtischen Entfernungsbereiche zwischen Stadtteilen, dem Zentrum sowie der Gewerbestandorte und Arbeitsstellen wird ein erhebliches Potential bei der Radverkehrsnutzung gesehen. Eine Zunahme im Radverkehr kann im Gegenzug eine Reduktion des Kfz‐Verkehres begünstigen. Dieses ist im Sinne der Aufenthaltsqualit?t in Innenst?dten sehr zu begrü?en, da auf diese Weise Emissionen durch L?rm und Abgase reduziert werden und gleichzeitig eine Belebung des Stra?enraumes erreicht wird. Nicht zuletzt werden durch ein Bekenntnis der Stadt Neumünster als Fahrradstadt das Umweltbewusstsein sowie das Gesundheitsverhalten positiv beeinflusst.

Mit dem Beschluss der Ratsversammlung am 27.08.2013 wurde ein Zehn‐Punkte‐Programm zur F?rderung des Radverkehres in Neumünster definiert. Dieser Beschluss bildet somit die Grundlage für die Neuaufstellung des Radverkehrskonzeptes. Unter Berücksichtigung der aktuellen Regelwerke und der Rechtslage sollen hierdurch die Entwicklungsziele, die Handlungsfelder sowie die Priorit?ten innerhalb des Stadtgebietes entsprechend festgelegt und umgesetzt werden.

Im ersten Schritt wurde eine Erhebung der vorhandenen Radverkehrsanlagen und der bestehenden Defizite im Radverkehrsnetz durchgeführt. Dabei wurden neben der Führungsart des Radverkehrs die Breiten von vorhandenen Radwegen sowie deren baulicher Zustand aufgenommen. Die Ergebnisse wurden in zwei übersichtspl?nen dargestellt.

Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für das in Bearbeitung befindliche Radverkehrskonzept. Sobald der Entwurf vorliegt, wird dieser hier zum Download bereitgestellt.

Pressemitteilung

Mit der Markierung eines beidseitigen Fahrrad-Schutzstreifens auf einer L?nge von knapp 900 Meter in der Carlstra?e zwischen Roonstra?e und Sauerbruchstra?e wird die Funktion der Carlstra?e als wichtige Radverbindungsachse zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Gartenstadt weiter gest?rkt.

Nach Beendigung der Bauma?nahmen in der Carlstra?e wurden im Abschnitt zwischen Roonstra?e und Sauerbruchstra?e in beiden Fahrtrichtungen Fahrrad-Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. In diesem Bereich der Carlstra?e sind zwar Radwege vorhanden, diese müssen aber vom Radverkehr wegen der relativ schmalen Breite nicht benutzt werden. Dies ist daran zu erkennen, dass die Radwege mit keinen Radwegschildern mehr ausgewiesen sind. Es handelt sich in solchen F?llen um nicht benutzungspflichtige Radwege. Hier hat der Radfahrer die Wahl zwischen der Nutzung des Radweges oder dem Fahren auf der Fahrbahn.

Bundesweite Unfallauswertungen zeigen immer wieder, dass der Radfahrer in der Regel auf der Fahrbahn sicherer f?hrt als im Seitenraum, da er sich im unmittelbaren Sichtfeld des Autofahrers bewegt. Insbesondere an Kreuzungen, Einmündungen und Grundstückausfahrten entstehen so wesentlich weniger Unf?lle im Vergleich zum Fahren auf Radwegen. Auch gibt es deutlich weniger Konflikte mit Fu?g?ngern. Die Stadtverwaltung hat daher in den vergangenen Jahren nach entsprechender Prüfung, in die auch die Polizei einbezogen war, bereits in mehreren Stra?en die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Durch die Markierung von Fahrrad-Schutzstreifen ist sowohl für den Autofahrer als auch für den Radfahrer gut erkennbar, dass das Fahren auf der Fahrbahn auch für den Radverkehr zul?ssig ist. Das gegenseitige Verst?ndnis kann damit verbessert werden. An diesen Abschnitt schlie?t sich unmittelbar die ausgewiesene Fahrradstra?e im südlichen Abschnitt der Carlstra?e an. Die Carlstra?e ist für den Radverkehr eine attraktive Alternative zur wesentlich st?rker vom Kfz-Verkehr belasteten Rendsburger Stra?e.

Nach der fertiggestellten Sanierung der Fahrbahndecke in der Wasbeker Stra?e zwischen Warmsdorfstra?e und Hansaring wurde auch dort die Radverkehrsführung verbessert. Vom Hansaring kommend wurde der Fahrrad-Schutzstreifen durchgehend bis zum Beginn des Radweges in H?he der Warmsdorfstra?e markiert. Stadteinw?rts muss der Radverkehr ab der Warmsdorfstra?e auf der Fahrbahn fahren. Die notwendige Leitung des Radverkehrs auf die Fahrbahn ist durch die vorgenommene Markierung deutlich besser erkennbar. Auch hier wurde ein Fahrrad-Schutzstreifen neu angelegt. Wegen des engen Stra?enraumes konnte dieser aber leider nicht durchgehend markiert werden.

Auch im Kreuzungsbereich am Hansaring wurden Ver?nderungen vorgenommen. So wurde ein gesonderter Aufstellbereich für die Radfahrer in Richtung Innenstadt markiert. Dadurch k?nnen die in Richtung Holsatenring rechtsabbiegenden Radfahrer auf einer eigenen Spur an den wartenden Radfahrern vorbeifahren.

Zudem wurden an einigen Knotenpunkten die zu hohen Bordsteinkanten im Bereich der Radfurten angepasst. Dazu wurde mit Hilfe von Asphalt der Bordstein abgeflacht, so dass eine Art Minirampe hergestellt wurde. Der Effekt ist ein für die Radfahrer wesentlich verbesserter Fahrkomfort, da so die auf Reifen und Lenker wirkende Schl?ge spürbar vermindert werden. Der Vorteil dieser Ma?nahme ist, dass sie relativ schnell und kostengünstig durch das Technische Betriebszentrum umgesetzt werden kann. Die Ma?nahme soll an weiteren Knotenpunkten fortgesetzt werden.

Gerne k?nnen Bürger ihnen bekannte zu hohe Bordsteinkanten im Bereich von Radfurten an die Mailadresse radverkehr@neumuenster.de melden, damit diese in die Ma?nahmenliste aufgenommen werden k?nnen.

(ver?ffentlicht am 23. Oktober 2018)

Ansprechpartner

Michael K?wer
Fachdienst Stadtplanung und Stadtentwicklung
– Verkehrsplanung –
Brachenfelder Stra?e 1 - 3 ? 24534 Neumünster
Telefon 04321 942 2625
Telefax 04321 942 2648
E-Mail

E-Mail: radverkehr@neumuenster.de