Standesamt Neumünster

Altes Rathaus
1. Etage
Gro?flecken 63 ? 24534 Neumünster

Telefon 04321  942-0
Telefax 04321 942 2083

?ffnungszeiten 
Montag08:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag08:00 bis 14:00 Uhr
Donnerstag08:00 bis 12:00 Uhr und 14:30 bis 17:30 Uhr
Freitag08:00 bis 12:00 Uhr

Das Standesamt deckt verschiedene Aufgabengebiete ab: Eheschlie?ungen, Geburten, Sterbef?lle, Urkundenausstellungen, Kirchenaustritte, Namens?nderungen und Ehef?higkeitszeugnisse.

Hinweis

Eheschlie?ungen sind auch montags und dienstags um 14.15 Uhr sowie mittwochs von 08:00 bis 12:00 Uhr und um 14.15 Uhr gegen eine zus?tzliche Gebühr m?glich.  

Arbeitsgruppenleiter Gerhard Gieb
Zimmer 1.10
Telefon 04321 942 2348
E-Mail
Aufgabenbereich:
Eheschlie?ung R bis Z,
Geburten- und Sterbef?lle S bis Z
Ehef?higkeitszeugnis

Birgit Wiesner
Zimmer 1.13
Telefon 04321 942 2484
E-Mail
Aufgabenbereich:
Eheschlie?ungen F bis J
Geburten und Sterbef?lle F bis J
Vaterschafts- und Mutterschaftsanerkennungen

Laura D?ring
Zimmer 1.14
Telefon 04321 942 24 62
E-Mail
Aufgabenbereich:
Geburten und Sterbef?lle K bis M
Kirchenaustritte

Kirsten Schattauer
Zimmer 1.11
Telefon 04321 942 2448
E-Mail
Aufgabenbereich:
Eheschlie?ungen A bis E
Geburten und Sterbef?lle A bis E

Birgit Keilbach
Zimmer 1.12
Telefon  04321 942 2478
E-Mail
Aufgabenbereich:
Eheschlie?ungen K bis Q
Geburten und Sterbef?lle N bis R und Sch
Namens?nderungen N bis Z

Gabriele Kaulitzki
Zimmer 1.15
Telefon 04321 942 2468
E-Mail
Aufgabenbereich:
Urkunden und Kasse

Zust?ndig für die Geburtsbeurkundung ist das Standesamt, in dessen Bezirk Ihr Kind geboren ist  -  auf den Wohnort der Eltern kommt es dabei nicht an.
Die Geburt eines Kindes muss innerhalb einer Woche bei dem zust?ndigen Standesamt angezeigt werden.

Ist die Geburt im Friedrich-Ebert-Krankenhaus erfolgt, wird sie durch das Krankenhaus mittels einer sog. Geburtsanzeige dem hiesigen Standesamt gemeldet. Das Krankenhaus h?lt entsprechende Vordrucke vor, füllt diese Anzeige gemeinsam mit Ihnen aus und leitet sie mit den dazugeh?rigen Unterlagen an uns weiter.

Sind die Eltern des Kindes verheiratet oder haben sie das gemeinsame Sorgerecht durch eine sog. vorgeburtliche Sorgerechtserkl?rung vereinbart, sollen beide Elternteile die Geburtsanzeige unterschreiben; in allen anderen F?llen ist die Unterschrift der Kindesmutter ausreichend.

Welche Unterlagen der Geburtsanzeige beizufügen sind, ist je nach Familienstand und Staatsangeh?rigkeit der Eltern sehr unterschiedlich.

Grunds?tzlich gilt jedoch für

  • miteinander verheiratete Eltern: Ehe-Urkunde/Heiratsurkunde oder Abschrift aus dem Familienbuch dieser Ehe und beide Geburtsurkunden

  • nicht miteinander verheirateten Eltern: Geburtsurkunden und, soweit bereits vorhanden, Vaterschaftsanerkennung bzw.Sorgerechtserkl?rung

  • gültige Personalausweise oder Reisep?sse

Eine ausl?ndische Staatsangeh?rigkeit ist grunds?tzlich durch die Vorlage eines entsprechenden Reisepasses nachzuweisen.

Wir empfehlen jedoch, rechtzeitig vor der Geburt mit dem zust?ndigen Standesamt in Verbindung zu treten und die notwendigen Unterlagen abzukl?ren, damit die Beurkundung schnellstm?glich und ohne zus?tzliche Beh?rdeng?nge für Sie erfolgen kann.

Nach Beurkundung der Geburt erhalten Sie eine Geburtsurkunde (15 Euro, jede weitere Urkunde 7,50 Euro) und gebührenfreie Geburtsurkunden zur Beantragung von Kindergeld, Elterngeld und Hilfe bei Schwangerschaft/Mutterschaft bei der Krankenkasse.

Anerkennung der Vaterschaft / Sorgerechtserkl?rung
Wenn die Eltern nicht verheiratet sind, kann der Vater nur in das Geburtenregister eingetragen werden, wenn die Vaterschaft formell anerkannt worden ist. Dies kann auch schon vor der Geburt erfolgen. Die Vaterschaft kann beim Standesamt, beim Jugendamt oder bei einem Notar anerkannt werden; die Kindesmutter muss der Vaterschaftsanerkennung pers?nlich zustimmen.
Eine Sorgerechtserkl?rung kann nur beim Fachdienst Kinder und Jugend (Jugendamt) oder vor einem Notar abgegeben werden.

Familienname eines deutschen Kindes
Ein deutsches Kind, dessen Eltern miteinander verheiratet sind, erh?lt den Ehenamen seiner Eltern als Geburtsnamen. Führen die Eltern keinen Ehenamen, so müssen sie einen der beiden Familiennamen zum Geburtsnamen ihres Kindes bestimmen. Diese Bestimmung gilt auch für alle weiteren Kinder.
Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und hat die Mutter das alleinige Sorgerecht, so erh?lt das Kind den Familiennamen der Mutter, den sie zum Zeitpunkt der Geburt tr?gt. Die Mutter kann jedoch auch dem Kind den Familiennamen des nicht sorgeberechtigten Vaters erteilen. Die Namenserteilung setzt die Einwilligung des Vaters voraus.
Wenn die nicht miteinander verheirateten Eltern ein gemeinsames Sorgerecht begründet haben sollten, bestimmen beide Eltern einen ihrer beiden Familiennamen zum Geburtsnamen ihres Kindes. Auch diese Bestimmung gilt für alle weiteren Kinder

Familienname eines ausl?ndischen Kindes
Der Name eines Kindes unterliegt grunds?tzlich dem Recht des Staates, dem es angeh?rt. Das Standesamt tr?gt bei der Geburtsbeurkundung also den Familiennamen ein, den ein Kind nach dem Recht des betreffenden ausl?ndischen Staates erh?lt.
Ist ein Elternteil oder sind beide Elternteile ausl?ndische Staatsangeh?rige, k?nnen die sorgeberechtigten Elternteile bestimmen, dass das Kind seinen Namen nach dem Recht des Staates erh?lt, dem ein Elternteil angeh?rt. Hat mindestens ein Elternteil seinen Aufenthalt in Deutschland, so kann auch deutsches Namensrecht gew?hlt werden.
Nach dem neuen Staatsangeh?rigkeitsrecht erwirbt ein Kind ausl?ndischer Eltern unter bestimmten Voraussetzungen mit seiner Geburt die deutsche Staatsangeh?rigkeit. Für diese Kinder ist grunds?tzlich deutsches Namensrecht anzuwenden.
Bitte erkundigen Sie sich im Einzelfall beim Standesamt.

Vorname des Kindes
Auch der Erwerb der Vornamen eines Kindes richtet sich grunds?tzlich nach dem Recht des Staates, dem es angeh?rt.
Grunds?tzlich steht das Recht, dem Kind Vornamen zu erteilen, den sorgeberechtigten Elternteilen zu. Ist nur ein Elternteil Inhaber der elterlichen Sorge, so kann nur dieser dem Kind einen oder mehrere Vornamen erteilen. Bezeichnungen, die ihrem Wesen nach keine Vornamen sind oder Namen, die dem Wohle des Kindes widersprechen, dürfen nicht gew?hlt werden.

Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig bei unseren Mitarbeitern, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der von Ihnen gewünschte Vorname standesamtlich eingetragen werden kann.

Es gibt vielf?ltige M?glichkeiten von Namenserkl?rungen, die im Standesamt entgegen genommen und beurkundet werden:

Nachtr?gliche Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens
Wenn bei der Eheschlie?ung noch kein gemeinsamer Ehename bestimmt wurde und diese Ehe noch besteht, kann die gemeinsame Erkl?rung zur Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens nachgeholt werden.

Hinzufügung eines Namens zum bereits bestehenden Ehenamen
Der Ehegatte, dessen Name/Geburtsname nicht gemeinsamer Ehename geworden ist, kann dem Ehenamen seinen zum Zeitpunkt der Ehenamensbestimmung geführten Familiennamen oder seinen Geburtsnamen voranstellen oder anfügen; sofern der Ehename nicht aus mehreren Teilen besteht. Besteht der hinzuzufügende Name aus mehr als einem Teil, kann nur ein Teil dieses Namens hinzugefügt werden.

Widerruf der Hinzufügung eines Namens zum Ehenamen
So wie ein Name dem Ehenamen hinzugefügt werden kann, kann diese Hinzufügung widerrufen werden; eine erneute Hinzufügung ist damit aber für die Zukunft ausgeschlossen.

Wiederannahme eines früheren Namens
Ein Ehegatte, der einen Ehenamen führt, kann nach Aufl?sung der Ehe seinen Geburtsnamen oder den bis zur Bestimmung des Ehenamens geführten Familiennamen wieder annehmen

Namenserteilung durch einen wiederverheirateten Elternteil und dessen Ehegatte
Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für eine unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, k?nnen dem Kind, dass sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, ihren Ehenamen erteilen. Sie k?nnen diesen Namen auch dem von dem Kind zur Zeit der Erkl?rung geführten Namen voranstellen oder hinzufügen.

Namenserteilung durch den allein sorgeberechtigten Elternteil
Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein zusteht, kann dem Kind den Namen des anderen Elternteils erteilen.

Namens?nderung bei sp?terer gemeinsamer Sorge
Wird eine gemeinsame Sorge erst begründet, wenn das Kind bereits einen Namen führt, so kann der Name des Kindes binnen drei Monaten nach der Begründung der gemeinsamen elterlichen Sorge neu bestimmt werden.

Namens?nderung bei Scheinvaterschaft
Wird rechtskr?ftig festgestellt, dass ein Mann, dessen Familienname Geburtsname des Kindes geworden ist, nicht der Vater des Kindes ist, so erh?lt das Kind auf seinen Antrag oder, wenn das Kind das 5. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, auch auf Antrag des Mannes den Namen, den die Mutter im Zeitpunkt der Geburt führt, als Geburtsnamen.

Namens?nderung für Sp?taussiedler oder Vertriebene
Für alle Erkl?rungsm?glichkeiten sind natürlich bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen bzw. sind Unterlagen vorzulegen, die in Einzelf?llen sehr unterschiedlich sein k?nnen. Daher erkundigen Sie sich bitte im Vorwege, ob für die von Ihnen gewünschte Namens?nderung die Voraussetzungen vorliegen bzw. welche Unterlagen Sie vorzulegen haben.
Erkl?rungsm?glichkeiten nach § 47 EGBGB

Beh?rdliche Namens?nderung
Im Gegensatz zu den bis ins sp?te Mittelalter andauernde Regelungen gilt im derzeitigen deutschen Namensrecht der Grundsatz der Unab?nderlichkeit des Namens, da im Laufe der gesellschaftlichen und staatlichen Entwicklung die Auffassung entstand, das eine eigenm?chtige ?nderung des Namens dem ordnungsrechtlichen Charakter des Staates widerspricht.
Die derzeit bestehenden Namens?nderungsm?glichkeit sind vorstehend genannt und abschlie?end im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Die beh?rdliche Namens?nderung nach dem Namens?nderungsgesetz kann daher nur einen absoluten Ausnahmecharakter haben und kommt nur dann als M?glichkeit zum Tragen, wenn eine angestrebte Namens?nderung nicht durch die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches erreicht werden kann, aufgrund von gerichtlich überprüfbaren Erforderlichkeiten jedoch dringend geboten sind.

Fragen zu diesem Thema richten Sie bitte an den zust?ndigen Mitarbeiter des Standesamtes.

Für die Erkl?rung eines Kirchenaustrittes gelten die üblichen ?ffnungszeiten des Standesamtes Neumünster.

Jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat und nicht gesch?ftsunf?hig ist, kann seinen Austritt aus seiner Religionsgemeinschaft erkl?ren. Kinder zwischen zw?lf und 14 Jahren k?nnen durch eine entsprechende Erkl?rung des oder der Erziehungsberechtigten austreten; das Kind muss hierzu allerdings seine Zustimmung erteilen. Bei Kindern unter zw?lf Jahren erkl?rt allein der Erziehungsberechtigte den Austritt.
Die Austrittserkl?rung kann mündlich oder schriftlich vor dem Standesamt erkl?rt werden, in dessen Bezirk der Erkl?rende seinen Wohnsitz hat.
Eine mündliche Austrittserkl?rung muss pers?nlich im Standesamt und unter Vorlage eines Personalausweises abgegeben werden. Ihre Anwesenheit im Standesamt ist aufgrund Ihrer notwendigen Unterschrift sowie zur Identit?tsprüfung unabdingbar. Diese Erkl?rung wird wirksam mit Ablauf des Tages der Erkl?rung.
Eine schriftliche Austrittserkl?rung muss ?ffentlich beglaubigt werden; dies geschieht in der Regel durch einen Notar Ihrer Wahl. Das vom Notar ausgestellte Schriftstück müssen Sie anschlie?end an das zust?ndige Standesamt weiterleiten; diese Erkl?rung erlangt erst Wirksamkeit mit dem Tag des Einganges bei dem zust?ndigen Standesamt.
Die Kirchensteuerpflicht endet mit Ablauf des Austrittsmonats.

Für die Beurkundung eines Sterbefalles ist grunds?tzlich das Standesamt zust?ndig, in dessen Bereich der Tod eingetreten ist.

In der Regel werden alle Formalit?ten im Zusammenhang mit der Beurkundung eines Sterbefalles von einem Bestatter erledigt.

Der von Ihnen beauftragte Bestatter wird Sie um die für die Beurkundung notwendigen Unterlagen bitten, auf jeden Fall sollten Sie das Stammbuch der Familie (ggfs. Geburtsurkunden, Ehe-Urkunden, Sterbeurkunden des bereits verstorbenen Ehegatten) und den Ausweis der oder des Verstorbenen bereithalten.

Der Bestatter wird dann beim Standesamt die erforderlichen Sterbeurkunden ausstellen lassen.

Sofern kein Bestatter beauftragt wird, ist zus?tzlich zu den genannten Unterlagen eine Todesbescheinigung des Arztes, der den Eintritt des Todes festgestellt hat, beizufügen.

Zum Nachweis Ihres Personenstandes k?nnen Sie bei unserer Urkundenstelle Personenstandsurkunden anfordern, wenn sich der Personenstandsfall (Geburt, Eheschlie?ung, Sterbefall) in Neumünster zugetragen hat. Sie erhalten insbesondere Geburtsurkunden, Ehe-Urkunden, Sterbeurkunden und begl. Ablichtungen aus allen Personenstandsregistern.
Allerdings hat nicht jeder die M?glichkeit, in jedes Register Einsicht zu nehmen bzw. sich aus jedem Register Urkunden ausstellen zu lassen; hier hat der Gesetzgeber den Datenschutz gro? geschrieben.
Grunds?tzlich kann eine Urkunde oder Einsicht derjenige erhalten, auf den sich das Personenstandsregister bezieht, oder sein Ehegatte, oder seine Vorfahren bzw. Abk?mmlinge in gerader Linie.
Dies erweitert sich in Geburten- und Sterberegistern auf die Geschwister des Eingetragenen, wenn im Einzelfall ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird.
Dritte haben nur bei Vorhandensein eines sog. rechtlichen Interesses Anspruch auf Einsicht oder Urkundenausstellung.
Ob ein berechtigtes oder rechtliches Interesse vorliegt, muss im Einzelfall durch den Antragsteller nachgewiesen werden.
Personenstandsregister werden seit 1876 in Form von gebundenen Büchern geführt. Diese Bücher, welche die Grundlagen für die Ausstellung von Urkunden darstellen, befinden sich beim Standesamt bis zum Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungsfristen. Die Fristen belaufen sich bei Geburtsregistern auf 110 Jahre,  bei Heiratsregistern auf 80 Jahre und bei Sterberegistern auf 30 Jahre.
Sind diese Fristen abgelaufen, werden die Bücher an das Stadtarchiv Neumünster übergeben; die Benutzung richtet sich von diesem Zeitpunkt an nach Archivrecht, es k?nnen keine Urkunden mehr ausgestellt werden.