Pflegekinderdienst und Adoptionen

Die Stadt Neumünster sucht Pflegeeltern. Interessenten werden gebeten, sich bei Frau Broszeit-Kruse zu melden – per E-Mail: wiebe.broszeit-kruse@neumuenster.de oder per Telefon 04321 942 2354.

Die Presse hat über das Thema am 30. November 2018 berichtet:

Allgemeiner Sozialer Dienst
Wasbeker Str. 11 - 13 ? 24534 Neumünster
2. Etage
Telefax 04321 942 2545
E-Mail

Wir sind ein Team von fünf Dipl.-Sozialp?dagogen/-innen mit den Schwerpunkten Vollzeit-, Bereitschafts- und Kurzzeitpflege sowie Adoption.

Rufen Sie uns an! Wir informieren Sie gerne!

Abteilungsleiterin
Wiebe Broszeit-Kruse

(Pflegekinderdienst und Adoptionsvermittlung)
Telefon 04321  942 2354

Martin Drees
(Pflegekinderdienst und Adoptionsvermittlung)
Telefon 04321 942 2725

Claudia Hecht-David
(Pflegekinderdienst und Adoptionsvermittlung)
Telefon 04321 942 2784

Sabrina Wiemers
(Pflegekinderdienst)
Telefon 04321 942 2516

Isabella Schneider
(Pflegekinderdienst)
Telefon 04321 942 2726

Beate Tresp
(Pflegekinderdienst)
Telefon 04321 942 2848

Kristina Lühr
(Pflegekinderdienst)
Telefon 04321 942 2759

Sprechstunde 
Donnerstag14:30 bis 17:30 Uhr
und nach telefonischer Absprache 

Zur Vorbereitung künftiger Pflegeeltern bieten wir ein Seminar an, in dem alle wichtigen Themen aus dem Pflegekinderbereich gemeinsam mit anderen Bewerberpaaren (sechs bis zehn Paare) erarbeitet werden. Die Vorbereitung findet an einem Samstag und dem folgenden Dienstagabend statt. Es ist wichtig, dass beide Partner teilnehmen.
Nach dem Seminar wird mit jeder Familie einzeln über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Seminar gesprochen. Dabei werden die M?glichkeiten und Grenzen zur Aufnahme des Pflegekindes in Ihrer Familie er?rtert.

Sie müssen folgende Unterlagen einreichen:

Wenn Sie Fragen oder Interesse zum Thema "Pflegekind" haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wir werden Ihnen gerne erste Fragen beantworten und Sie über das weitere Verfahren und die T?tigkeit als Pflegeeltern informieren.

Warum suchen wir Familien für Kinder?

  • Nicht jedes Kind w?chst in einer Familie auf, die ihm Geborgenheit, ein festes Zuhause, Versorgung und Erziehung bieten kann.
  • Es gibt Familien, die mit vielen Problemen belastet sind. Arbeitslosigkeit, Trennung und Krankheit k?nnen Krisen verursachen, in denen Kinder nicht mehr zu ihrem Recht kommen.
  • Ist eine Familie in Not geraten, hat das Amt für soziale Dienste die Aufgabe zu helfen.
  • Eine m?gliche Hilfe kann die Unterbringung in einer Pflegefamilie sein.

Die Aufnahme eines Kindes kann für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer erfolgen:

  • Wenn es die Situation erlaubt, bemühen wir uns, das Kind in den elterlichen Haushalt zurückzuführen.
  • Besteht keine Chance mehr, dass das Kind wieder nach Hause zurückkehrt, sorgen wir dafür, dass es auf Dauer in der Pflegefamilie bleiben kann. M?glich wird diese Regelung durch die Einigung aller Beteiligten oder durch einen Beschluss des Vormundschaftsgerichtes.

Welche Voraussetzungen sollen Familien erfüllen?

  • Zu einer Familie geh?ren meist Mutter, Vater und Kind, aber auch kinderlose Paare oder Alleinerziehende  k?nnen als Pflegeeltern in Frage kommen.
  • Eine Altersgrenze ist nicht festgelegt. Wir streben ein natürliches Verh?ltnis zwischen Alter des Kindes und Alter der Pflegeeltern an.
  • Geordnete, gesicherte finanzielle Verh?ltnisse und Ihre Zusammenarbeitsbereitschaft setzen wir voraus.
  • Wohnung oder Haus müssen gro? genug sein.

wichtig ist:

  • Sie haben das Einverst?ndnis aller Familienmitglieder für die Aufnahme eines Pflegekindes
  • Sie brauchen Verst?ndnis und Einfühlungsverm?gen für die besonderen Bedürfnisse des Kindes und auch für die besondere Situation seiner Herkunftsfamilie.
  • Sie sollten sich umfassend um die Versorgung und Erziehung des Kindes kümmern k?nnen.

Pflegeeltern sein, was hei?t das eigentlich?

Wenn Sie sich entschlie?en, ein Pflegekind aufzunehmen, sollten Sie sich Ihrer sehr sicher sein. Sie sollten belastbar sein und bereit, auf lange Zeit zu geben, zu geben und immer wieder zu geben: und dabei akzeptieren, dass das Kind die Eltern liebbeh?lt und den Kontakt zu ihnen braucht.
Sind Sie sich darüber im Klaren, kann die Entscheidung für ein Pflegekind eine vielseitige, interessante und sch?ne Aufgabe sein.

Wie unterstützt der Pflegekinderdienst?

  • Wir beraten Eltern, Pflegeeltern und Pflegekinder in allen Fragen, die das Pflegeverh?ltnis betreffen.
  • Wir vermitteln Kinder in geeignete Pflegefamilien.
  • Wir unterstützen Kontakte zwischen Pflegefamilie, Kind und Herkunftsfamilie.
  • Wir kümmern uns um alle Belange bevor, w?hrend und nachdem ein Kind in Pflege gegeben wurde.
  • Wir bieten Fortbildung für Pflegeeltern. Im Bedarfsfall ist die Einbindung in eine Pflegeelternberatungsgruppe m?glich.
  • Wir zahlen Pflegegeld, das nach Alter des Pflegekindes und Erziehungsaufwand gestaffelt ist.

Die Bereitschaftspflege ist ein zeitlich befristetes Hilfsangebot für Kinder von 0 bis 10 Jahren und deren Eltern. Sie ist konzipiert für Kinder, bei denen die Eltern ihren Erziehungsauftrag aus unterschiedlichen Gründen nicht nachkommen k?nnen.
Bereitschaftspflege hat eine beschützende, betreuende und abkl?rende Funktion. Sie sollte den Zeitraum von 6 bis 8 Wochen nicht überschreiten.
Gründe für die Aufnahme in eine Bereitschaftspflegestelle k?nnen u.a. sein:

  • Verdacht auf Kindesvernachl?ssigung u. Kindesmisshandlung
  • Verdacht auf sexuellen Missbrauch
  • Suchtprobleme der Eltern
  • überforderungssituationen aller Art

Was müssen Bereitschaftspflegeeltern leisten?
W?hrend der Zeit der Bereitschaftspflege wird mit den Eltern abgekl?rt, ob und unter welchen Bedingungen das Kind wieder zurück zu seiner Familie kann oder ob eine andere Zukunftsperspektive für das Kind erarbeitet werden muss.
Da die Kinder vor der Herausnahme oftmals gro?en Mangel erlebt haben und die Herausnahme selbst ein weiteres traumatisches Erlebnis ist, werden hohe Anforderungen an Bereitschaftspflegeeltern gestellt. Das erfordert:

  • die F?higkeit, sich unvermittelt auf ein bis dahin fremdes Kind und seine Situation einzulassen,
  • Erfahrungen und Durchhalteverm?gen im Umgang mit z.T. extremen Verhaltensweisen der Kinder,
  • Flexibilit?t. Kurzfristige Anpassung des eigenen Familienalltags auf die neuen Erfordernisse,
  • Offenheit für die besonderen Lebensgewohnheiten des Kindes und seiner Familie

Die Aufgaben von Bereitschaftspflegeeltern sind:

  • die Sicherung der Grundbedürfnisse und -versorgung des Kindes,
  • medizinische Abkl?rung sowie Begleitung zu therapeutischen Ma?nahmen und Arztbesuchen,
  • Kooperation mit den Fachkr?ften des ASD Neumünster,
  • Erm?glichen von regelm??igen Besuchskontakten zur Herkunftsfamilie,
  • Begleitung des Kindes beim Wechsel in die weiterführende Hilfe,
  • Beachtung des Datenschutzes
  • Der Wohnort sollte in der N?he von Neumünster liegen, damit der Kindergarten- bzw. Schulbesuch aufrecht erhalten werden kann.

Ausschlusskriterien:

eigene Berufst?tigkeit, eigener Kinderwunsch, eigene Kinder im Alter unter 3 Jahren, Pflegekinder mit einer Verweildauer unter 2 Jahren.

Wie unterstützt der Pflegekinderdienst ?

  • Bereitschaftspflegeeltern werden durch uns vorbereitet und beraten.
  • Wir begleiten die Besuchskontakte.
  • Wir zahlen ein Bereitschaftspflegegeld, das nach Alter gestaffelt ist.
  • Wir bieten Fortbildung und Austausch.

Kurzzeitpflege ist eine absehbare zeitlich befristete Aufnahme von Kindern in einer Familie (max. drei Monate).

In der Regel für Kinder von 0 bis 10 Jahren, deren Eltern vorübergehend ausfallen wegen:                                            

  • Krankenhausaufenthalt
  • Kuraufenthalt
  • Vorübergehende Notlage

Zur ?überbrückung" dieser Situation kommt das Kind in eine Pflegefamilie. Aufgabenschwerpunkt ist der Ersatz ausgefallener Elternanteile (nicht Aufarbeitung p?dagogischer Problematiken).

Wer kann Kinder in Kurzzeitpflege aufnehmen?

Eine p?dagogische Ausbildung ist nicht notwendig.
Vorausgesetzt werden jedoch:

  • genügend Erfahrung mit Kindern
  • Zeit, Aufgeschlossenheit und soziales Interesse
  • Zustimmung der eigenen Familie
  • ausreichend Wohnraum
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst
  • Bereitschaft zur Teilnahme an vom Pflegekinderdienst angebotenen Fortbildungen

Der Pflegekinderdienst prüft Pflegeeltern und bereitet sie auf Kurzzeitpflege vor.

Wie unterstützt der Pflegekinderdienst ?

  • Eine Unterbringungsanfrage der Eltern erfolgt beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD).
  • Der Pflegekinderdienst nimmt in Zusammenarbeit mit der ASD-Fachkraft die Unterbringung vor. Der Pflegekinderdienst koordiniert gegebenenfalls die Besuchskontakte und ist Ansprechpartner für die Pflegeeltern.
  • Beratung
  • Begleitung
  • Fortbildung
  • Pflegegeld bei Belegung

Die Adoptionsvermittlungsstelle bietet Beratung und Hilfe für

Schwangere, Mütter, V?ter:

  • Beratung über eine m?gliche Vermittlung des Kindes in eine geeignete Adoptivfamilie.
  • verschiedene Formen von Adoption.
  • Entwicklung von Perspektiven für ein Leben mit dem Kind.

Adoptivbewerberinnen und -bewerber:

  • Informationen zum Adoptionsverfahren
  • Durchführung des Bewerberverfahrens
  • Erstellung eines Eignungs-/Sozialberichts

Adoptivfamilien:

  • Vermittlung eines Kindes
  • Adoptionspflegezeit
  • Stellungnahme zum Abschluss des Adoptionsverfahrens
  • Verbindung zu den leiblichen Eltern - Informationsaustausch

Jugendliche und erwachsene Adoptierte:

  • Hilfe bei der Suche nach der Herkunft
  • Hilfe bei der Vorbereitung einer Kontaktaufnahme zu den leiblichen Eltern und Geschwistern

Frauen und M?nner, deren Kind adoptiert wurde:

  • bei dem Wunsch nach Informationen über das adoptierte Kind (auch nach Jahren oder Jahrzehnten)
  • bei einer m?glichen Kontaktaufnahme

Die Adoptionsvermittlungsstelle der Stadt Neumünster hat den gesetzlichen Auftrag, für Kinder, die zur Adoptionsvermittlung gemeldet sind, Eltern zu finden, nicht etwa für Adoptionsbewerber und -bewerberinnen Kinder zu suchen.
Mit der Vermittlung von Kindern sind zwei sozialp?dagogische Fachkr?fte betraut.
Interessenten mit Wohnsitz in Neumünster werden zun?chst zu einem Informationsgespr?ch eingeladen. Hier werden einführende Informationen zur Adoptionsprüfungs- und Vermittlungspraxis bzw. zu den verschiedenen Aspekten und Problembereichen einer Adoption gegeben.

Wer kann adoptieren?
Um ein Kind gemeinsam zu adoptieren, müssen die Annehmenden miteinander verheiratet sein. Dabei muss ein Ehepartner mindestens 25 Jahre alt sein und der andere das 21. Lebensalter vollendet haben.
Alleinstehende sollen das 25. Lebensjahr vollendet haben.
Der Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und den Adoptivkindern soll einem natürlichen Eltern-Kind-Altersverh?ltnis entsprechen.
Adoptiveltern sollten über die erforderliche pers?nliche Reife, Einfühlungsverm?gen und Problembewusstsein für diese besondere Form der Familienbildung, aber auch über ein gesichertes Einkommen sowie über ausreichend Wohnraum verfügen.
Es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschr?nkungen bestehen.

Für welche Kinder suchen wir Eltern?
Zur Adoption vermittelt werden Kinder verschiedenen Alters, die nicht bei ihrer Familie aufwachsen k?nnen und deren Eltern in eine Adoption eingewilligt haben.
Da sich die meisten Adoptionsbewerber und -bewerberinnen um die Vermittlung eines S?uglings bemühen, stehen immer mehr m?gliche Adoptiveltern zur Verfügung als zur Vermittlung gemeldete Babys.
Anders sieht es für Kinder mit gesundheitlichen Belastungen, für ?ltere oder behinderte Kinder aus.

Auslandsadoption
Bei Adoptionen aus dem Ausland sind Besonderheiten zu beachten, die sich aus dem ausl?ndischen Rechtsverfahren ergeben. Bitte lassen Sie sich dazu von der Adoptionsvermittlungsstelle eingehend beraten. Dort erfahren Sie auch, welche anerkannte Auslandsvermittlungsstelle eine Berechtigung hat, mit dem Land ihrer Wahl zusammen zu arbeiten und welche Unterlagen Sie für den Adoptionsantrag ben?tigen.